Warum wir alle FeministInnen sein sollten. Und damit meine ich auch Männer.

+++read text in English here: WHY WE SHOULD BE ALL FEMINISTS. INCLUDING MEN.+++

Ich bin mit dem Bild im Kopf aufgewachsen, dass eine Feministin eine keifende, ungeliebte, hysterische Frau mit Kurzhaarschnitt und Doppelnamen ist. Heute nenne ich mich selbst so. Nicht, weil es seit ein paar Jahren irgendwie in ist und sogar bei bei H&M  auf den T-Shirts steht. Sondern weil ich erst jetzt verstanden habe, was uns der Begriff Feminismus eigentlich sagen will.

Margarete Stokowski schreibt in ihrem Buch „Untenrum frei“:

„Feminismus bedeutet, dass ich mir die Zeit sparen kann zu überlegen, ob ich mit meinem Körper rausgehen kann und ob er schön genug für die anderen ist.“

Entgegen der offenbar weit verbreiteten Annahme, dass Frauen, die für die Geschlechtergleichstellung kämpfen, einfach keinen haben, der sie bumst, und dass es für sie darum geht, das Zepter der Weltherrschaft in weibliche Hände zu bringen und internationale Zwangswestenpflicht für Penisträger einzuführen, bedeutet es –wer hätte das geahnt –Chancengleichheit. Niemand sollte aufgrund seines oder ihres Geschlechts in seinen oder ihren Möglichkeiten beschränkt werden. Punkt.

 

 

4 Kommentare zu „Warum wir alle FeministInnen sein sollten. Und damit meine ich auch Männer.

  1. Das mit der männerfressenden Xanthippe ist ein Mythos, den Menschen, die um ihre Macht fürchten, gestreut haben und den immer noch viel zu viele glauben.
    Es gab einen gewissen Punkt in der Geschichte, als dieses allgemeine Verständnis von Ungleichberechtigung Einzug hielt und dieser Punkt ist meiner Meinung nach noch gar nicht so ewig lange her. Es ist den Menschen auch nicht „angeboren“ so zu denken, sondern das sind gesellschaftliche Vorstellungen, die man übernimmt, weil sie sich alle erzählen und die wenigsten DEN MUT (und Kraft/Verstand/Herz) haben mal kritisch nachzufragen. Zur Zeit der Römer und Griechen, beispielsweise, gab es noch einen geschlechtertechnisch sehr gerecht geteilten Götterhimmel. 😉
    In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zur Bachelorarbeit! Good job! ❤
    Stellst du die irgendwann online als eBook zur Verfügung?
    Viele Grüße
    Runa

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  2. Ich bin sehr mir „ALPHABET“ einer Meinung. Ich glaube nicht, dass es viele gibt die sich nicht mit dem Gedanken anfreunden können ein Equalist zu sein, denn wie könnte man dagegen augmentieren.
    Weiter glaube ich nicht, dass wir nicht alle mit Chancengleichheit einverstanden sind. Ich glaube, dass es bei der Definition der Chancengleichheit scheitert.
    Man muss sich nur in der Gesellschaft einigen was Chancengleichheit bedeutet. Soll Frau und Mann die gleichen Chancen unabhängig von Qualifikation und stärken bekommen?
    z.B. Ein Mann kommt statistisch schwieriger in ein Kindergartenbetreuer Job hinein, weil ein Mann einfach weniger fürsorglich oder eben allgemein weniger gutes Sozial-Gefühl hat. Sollte man das Ignorieren um Chancengleichheit zu bekommen.
    Ich glaube, dass das ein Unsinn ist. Wenn man also diese statistische Chancengleichheit weglässt und die Person mit ihren Eigenheiten, Stärken und Schwächen sieht und dahingegen für Berufe und Ämter auswählt glaube ich, dass es gut ist.
    In der Wirtschaft, als Führungsperson glaube ich, dass man es sich nicht leisten kann schlechter geeignetes Personal zu nehmen nur weil man auf das Geschlecht schauen will.
    Also eine Führungsperson wird immer die beste Person einstellen und nicht weil sie Mann oder Frau ist.
    Dies bedingt natürlich Geschlechtergleichstellung wie wir es in der Westlichen Welt haben.

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